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Runderneuerung
Bei der Runderneuerung werden abgefahrene Reifen mit einer neuen Lauffläche ausgestattet und so zu einem zweiten Leben erweckt. Tatsächlich gibt es das Prinzip der Runderneuerung seit es Gummireifen gibt. Seine Geschichte lässt sich bis zum 2. Weltkrieg zurück verfolgen, als Rohstoffe knapp waren und Rationierung ein alltägliches Prinzip war. Die Menschen schnitten die Laufflächen der Reifen von beschädigten Kriegsfahrzeugen aus und benutzten diese für die alten Reifen ihrer eigenen Fahrzeuge und verlängerten so deren Lebensdauer.

Es gibt viele Methoden einen Reifen rundzuerneuern, aber Kaltvulkanisierung und Heißvulkanisierung werden weltweit am häufigsten angewandt.

1) Kaltvulkanisierung

Wie der Name bereits andeutet wird das hier benutzte Profilgummi bereits vom Hersteller geformt und vulkanisiert. Er wählt das passende Profil aus verschiedenen Designs, unterschiedlichen Querschnitten und Stärken. Beim Prozess des Runderneuerns wird ein Bindegummi als verbindende Schicht zwischen Lauffläche und Mantel platziert. Das entsprechende Profil wird auf dem vorbereiteten Mantel gerade und gleichmäßig angebracht. Danach läuft der Reifen durch die Aushärtungskammer.

Das Aushärten geschieht nun in einer Kammer, die durch durch heiße Luft unter Druck gesetzt wird. Die heiße Luft wird durch Elektrizität, Dampf oder eine heiße Flüssigkeit, z. B. Öl, produziert. Der vorbereitete Mantel mit der neuen Gummioberfläche wird in der Kammer während einer festgelgten Zeitspanne einem bestimmten Druck und einer entsprechenden Temperatur ausgesetzt, wobei das Bindegummi ausgehärtet und das Profil auf dem Reifen fixiert wird.

ii) Heißvulkanisierung

Diese Methode der Runderneuerung ähnelt sehr der bei der Herstellung eines neuen Reifens angewendeten. Dabei wird ein nicht vulkanisiertes Gummiprofil auf die angeraute Oberfläche eines Mantels aufgetragen (und im Falle einer Runderneuerung von Wulst zu Wulst auch auf die Seitenwände). Der vorgesehene, mit nicht vulkanisertem Gummi behaftete und auf den richtigen Durchmesser gebrachte Mantel ist jetzt in einer Form, die ausgehärtet wird.

Wenn die Form geschlossen und der Reifen den richtigen Druck hat, wird das Anschwellen des Mantels das nicht vulkanisierte Material an die Form anpassen und das Profil ausbilden. Dann wird durch Hitzeeinwirkung während einer bestimmten Zeitspanne der Aushärtungsprozess abgeschlossen.
 
 
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